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Nach em Räge schynt d’Sunne – Senioren Frühlings-Ausflug 2024

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Dienstag, 21. Mai 2024

07.10 – Ein gutes Dutzend Senioren des GC Laufental wartet, die einen mit eingezogenem Kopf unter dem Vordach Schutz suchend, die andern mit bereits aufgespanntem Golfschirm auf den überfälligen Reisecar.

Sogar unser bewährter und verlässlicher „King of the Roads“, J.-C. Grun, schien vom Verkehrsaufkommen an diesem nasskalten Morgen überrascht gewesen zu sein. Einmal da, ist der Car im Nu beladen, die verschiedenen, teils sperrigen Gepäckstücke verstaut. Gibt es einen Sport, bei dem man noch mehr Utensilien mitschleppt, als Golf?! Die Fahrt ins Golfer-Glück kann losgehen, allerdings erst im Schritttempo. Der Eggfluhtunnel präsentiert sich als erstes Par 3: Stau. Das tut der Stimmung keinen Abbruch, aber Geduld ist gefragt.

08.30 – Autobahnzoll Weil am Rhein (D) – durchgewunken …Die ruhige Fahrt auf der A5 in Richtung Golfregion Rhein – Neckar gibt unserem Sektionscaptain, Andy Imhof, die Gelegenheit, die 21 Teilnehmer zu begrüsssen. Nach ein paar einleitenden Worten kommt er gleich zum Wesentlichen: Kaffee oder Espresso, gewöhnliches Gipfeli oder Laugengipfel. Draussen klatscht der Regen an die Scheiben, die Gischt der vorbeipreschenden SUVs wird dichter und dichter, die Pfützen auf den Feldern links und rechts der Autobahn weiten sich zu kleinen Seen. Manch einer wird seine Regenbekleidung, die er eingepackt, bzw. nicht eingepackt hat, im Geiste durchgehen. Ob sie wohl trocken hält?

11.15 – Ankunft Golfclub Heitlinger Hof. Entweder liegt es an einem besonders intelligenten Navi oder an den Ortskenntnissen unseres Chauffeurs – oder an beidem – der Rückstand ist wettgemacht. Uns erwartet ein 18-Loch Platz in schönster Natur, umgeben von Apfelbäumen und Reben. So steht es im Flyer – der ständig neu einsetzende Regen trübt allerdings die Sicht. Hektik kommt auf. Wer schnappt sich das erste Wägeli? Gerry Pj. schlägt alle um Längen.

Es bleibt Zeit, sich einzuspielen oder im Pro-Shop die Ausrüstung zu ergänzen – dem Wetter entsprechend.

Das Wetter bleibt gleichbleibend nass, aber der Platz ist spielbar, er zeigt sich sogar von seiner besten Seite: schöne, nicht zu feuchte Fairways, schnelle Greens und grosszügige Bunker.

16.00 – Nach dem Eintreffen des letzten Flights gibt es ein leichtes, verspätetes Mittagessen oder eine Merenda, ein Zvieri nach italienischer Art. Die Gespräche drehen sich hauptsächlich ums Wetter. Ob es am Mittwoch besser sein wird? Und so war es dann auch. Aber zuerst Transfer in die Villa Medici in Bad Schönborn, einchecken, Hotelzimmer beziehen, danach Apéro, Nachtessen. Verspätet meinen die einen, einem Hotel mit diesem wohlklingenden Namen angepasst, die andern. Das Essen – ausgezeichnet – versöhnt mit Vielem, v.a. mit dem Regenwetter, vielleicht auch mit dem einen oder anderen Doppelbogey. Die Auslosung der Flights für die zweite Golfrunde geht wie immer demokratisch und wenig hektisch vonstatten. Am Ende sind alle zufrieden und gönnen sich noch einen Schlummertrunk – oder zwei.

Mittwoch, 22. Mai 2024

05.30   Sonnenaufgang. Mein Zimmer geht gegen Westen hin, also konnte ich die Sonne nicht sehen. Aber auch die Ostseite hat sie kaum beschienen. Bewölkt, aber trocken; ideales Golfwetter!

07.30 – Am reichhaltigen Frühstücksbüffet Energie tanken. Wer ein deutsches Frühstück liebt, kommt auf seine Kosten. Danach Transfer nach St. Leon-Rot, dem Golfmekka Süddeutschlands. Das kleine Städtchen, bzw. der Ort mit dem Doppelnamen steht für das Feinste und Beste in Sachen Golf. Zwei 18-Loch Kurse und ein 9-Loch Kurzkurs, eine grosszügige Driving Range, Uebungsanlagen für Kurzspiel und Putten, die beiden Restaurants, der Proshop und die gepflegte Anlage sind ein Bijou! Ehrfurcht und Vorfreude streiten sich um die Wette.

09.30 – Gruppenfoto. Ein Teilnehmer – notabene einer aus dem OK – hat das Clubshirt schon am Vortag getragen und muss auf ein anderes zurückgreifen. Ein Fall für den Fotoshop.

Um 10 Uhr schlägt der erste Flight ab. Wieder einmal schöne, weite Schläge schlagen. Die diversen Hölzer und Hybride, für die man ein Vermögen ausgegeben hat, kommen endlich gebührend zum Einsatz. Auch das neue – oder alte – Sandwedge ruht nicht nur im Bag. Fairways top, Greens top. Score …? Hauptsache Golf spielen. – Die unplanmässige Halfway-Pause bringt den Ablauf leicht durcheinander, nicht aber den Spielrhythmus. Manch ein Senior läuft zu seiner bisher nicht gekannten Hochform auf. Nach der Runde wartet im Halfway House gute deutsche Hausmannskost. Oder eben Pommes.

16.30 – Transfer zum Hotel – kleiner Stau. Gelegenheit, den verpassten Schlaf nachzuholen.

18.30 – Apéro zu einer christlichen Zeit. Dresscode: Clubhemd. Wer keines trägt, ab in die Küche. Abwaschen mit Marika.Der Küchenchef versteht es, ein weiteres schmackhaftes Nachtessen servieren zu lassen. Nach  Wahl Fisch oder Fleisch. Dürfte klar sein, was die meisten Herren wählen. Muskelaufbau für die 3. Runde ist gefragt.

Unser neuer Kassier, Martin Halbeisen, hat seinen Einstand. Wie wir es von ihm gewohnt sind: keine halben Sachen. Er verkündet zur grossen Freude aller, dass die Sektionskasse die Getränke, inkl. Wein, sponsert. Allerdings limitiert: nicht im Quantum, aber zeitlich. Danke (trotzdem), Martin. Der Abend zieht sich für einige noch in die Länge, andere bevorzugen den früheren Rückzug.

Ob die wohl das Birdie-Book des zweiten Courses studieren?

Donnerstag, 24. Mai 2024

07.30 – Abreisetag. Alles fein säuberlich packen. Man will ja zuhause eine gute Figur (it. bella figura) machen. Die Regensachen braucht es nicht mehr. Sonnencrème ist angesagt. Frühstück, Stullen streichen, auschecken. Achtung: Handykabel nicht vergessen.

08.45 – Der kreuz und quer beladene Bus – gemeint ist das Gepäck – schlängelt sich ein letztes Mal vom Hotel – ciao bella – zur bereits bestens bekannten Golfanlage GC St. Leon-Rot. Diesmal steht uns der Course St. Leon bevor. Er entpuppt sich als ebenso schön und ebenso spannend wie der Course Rot. Die „Wasserspiele“ vom Dienstag werden durch echte Wasserhindernisse, die sich wunderbar in die gewachsene Natur einfügen, abgelöst.

Auf den Bahnen rund um die Teiche begegnen uns zahlreiche Enten, Gänse, Schwäne … Sie nehmen kaum Notiz von uns. Aber wir von ihnen, vor allem in Form ihres „outputs“. Vernachlässigbar bei solch breiten Fairways und Greens.

15 Uhr – Halfway House. Nochmals dasselbe bestellen oder etwas anderes probieren. Neben dem Strammen Max sind noch immer die Pommes sehr beleibt – äh, beliebt.

16.30 – Auf dem Parkplatz erwartet uns Jean-Claude mit einem tipp-topp vorbereiteten Gepäckraum mit genau der für jeden gewünschten Lücke für den Bag und das Wägeli. Er kennt eben sein Gefährt – und seine Mitreisenden. Und ab die Post. In knapp 3 Stunden fährt uns der Heidi-Blitz von St.Leon nach Zwingen. Ohne Stau, nicht einmal bei Angenstein.

19.15 – Ankunft in Zwingen. Wo ist das Empfangskomitee? Ausladen. Umladen. Umarmen. Verabschieden.

20 Uhr Preisverleihung
Turniere haben wir keine gespielt. Mitmachen kam vor dem Sieg. Trotzdem eine Rangliste.

  • Ein Bogey jenem Teilnehmer, er nach 9 Löchern in Heitlingen die Spielbahnen mit dem Clubhaus tauschte.
  • Ein Par allen, die am Dienstag durchgehalten und durch ihre Teilnahme dem Ausflug das besondere Gepräge gegeben haben.
  • Ein Birdie Peter Fuchs und Martin Halbeisen für die Vorbereitungen im Hintergrund und ihre ruhige und ausgleichende Art auf und neben den Courses.
  • Einen Eagle dem nicht zu unterschätzenden Spatz, der uns eine ebenso diskrete wie effiziente Organisation der „Drei scheenschte Dääg“ beschert hat. Kompliment, Peter v.D.
  • Ein As für Andy. Macht är keis, so isch är doch eis, öise Captain. Super!

Dem OK ein herzliches Dankeschön für die Planung und Durchführung des Anlasses.

Ich denke, wer nicht dabei war oder dabei sein konnte, hat etwas verpasst. Aber ich vermute, das OK (never change a winning team !) bietet uns nächstes Jahr wieder eine Gelegenheit, Golf vom Feinsten zu geniessen. Es hat ihnen nämlich auch gefallen …

Bis dahin allen „ein schönes Spiel“.

Dieter Studer