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ASGS 60+ IC Meisterschaft in Vulpera vom 12. bis 13. August 2026

Zehn Teams aus der gesamten Schweiz haben den langen Weg ins Engadin auf sich genommen, um an der ASGS 60+ IC Meisterschaft teilzunehmen.

Untergebracht waren wir vier Spieler in der altehrwürdigen, aber gut erhaltenen Villa Post aus dem Jahr 1903, einem von vielen wunderschönen Hotels in Vulpera, wo sich einst gut betuchte Leute (Jetsetter) verwöhnen liessen. Heute verirrt sich wohl kaum noch einer dieser Spezies in dieses kleine Bergdorf. Vielmehr prägen Wanderer, Mountainbiker und Camper neben den Golfern das Bild des Dorfes Vulpera. Viele Hotels sind in die Jahre gekommen oder bereits geschlossen und Vulpera muss wohl eher als «sterbender Schwan» bezeichnet werden. Schade…….

Es gibt kaum noch Restaurants im Dorf und auch nach einer Bar für den traditionellen «Absacker» spät abends, sucht man vergebens. Da hilft den Meisten nur ein Ausflug ins nahe gelegene Scuol mit etwas nach wie vor ausgeprägter Gastronomie.

Der Golfplatz in Vulpera ist als drittältester Golfplatz im Kanton Graubünden bereits über 100 Jahre alt und zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus. Viele blinde Löcher und eine herausfordernde voralpine Topografie machen das Spiel besonders spannend und anstrengend.

Um den uns allen unbekannten Platz kennen zu lernen, reisten wir bereits einen Tag vor Turnierbeginn an. Diese Vorbereitung führte in unserem Team zu grossem Staunen über die Herausforderungen auf diesem Golfplatz, bei dem unter anderem an zwei Löchern über die Kantonsstrasse abgeschlagen werden muss.

Am ersten sommerlichen Turniertag stand «ein For-Ball-Best Ball» (Brutto Strokeplay) auf dem Programm, welches wir dank einem guten Team erfolgreich im 6. Zwischenrang beendeten. Leider waren wir am zweiten Turniertag, an dem die Einzelwettbewerbe stattfanden, nicht mehr ganz so erfolgreich unterwegs. Infolgedessen schlossen wir die ASGS 60+ IC Meisterschaft 2026 gesamthaft auf dem 8. Schlussrang ab. Zum Gesamtresultat zählen die beiden Team-Resultate des ersten und drei der vier Einzelwertungen des zweiten Tages.

Als Minimalziel hatten wir uns gesetzt, das Turnier nicht auf dem letzten Rang zu beenden, was uns ja auch einigermassen deutlich gelungen ist. Das ambitionierte Ziel, einen Platz im Mittelfeld zu erreichen, müssen wir wohl auf das nächste Jahr verschieben.

Am Abend des ersten Turniertages fand im Clubhaus des GC Vulpera das traditionelle «Gala Dinner» statt. Die äusserst umtriebigen Organisatoren gaben sich grosse Mühe, einen gemütlichen Abend für Gleichgesinnte auf die Beine zu stellen, was ihnen durchaus gelungen ist. Auch die Betreuung während der beiden Turniertage war ausgezeichnet. So wurden wir auf den Golfrunden regelmässig mit kühlen Getränken versorgt und die Verköstigung nach jeweils neun Löchern, liess kaum Wünsche offen. Ebenso möchte ich die «Vorcaddies» nicht unerwähnt lassen, die an beiden Tagen einen hervorragenden Job gemacht haben und dabei über sieben Stunden im Dauereinsatz gestanden sind.

Obwohl wir nach der Besichtigungsrunde und den ersten schwierigen Eindrücken des Platzes alle gleich wieder abreisen wollten, haben wir uns mit jeder Runde etwas mehr mit dem nicht ganz einfachen Platz angefreundet. Wie die anderen neun Teams haben wir in den zwei Wettkampftagen mehr oder weniger erfolgreich versucht mit den Begebenheiten zu Recht zu kommen. Nachdem wir letztes Jahr in Sagogn gedacht haben, die ultimative Herausforderung hinsichtlich Berg-Golf überstanden zu haben, durften wir hier in Vulpera sogar noch eine kaum für möglich gehaltene Steigerung der Herausforderungen erleben.

Zum Schluss bleiben aber die sehr positiven Eindrücke von der tollen Gastfreundschaft, der tollen Organisation, dem echt herausfordernden, bergigen Golf Course und die sportliche Kameradschaft – auch mit etlichen, von den letzten Jahren bekannten Gesichtern – in guter Erinnerung. Wir freuen uns, im nächsten Jahr mit neuem Elan im Interclub 60+ an einem noch unbekannten Ort wieder anzugreifen.

Hansjörg M. und Peter vD